News  : Alexander Wurz als "Botschafter" der Marke Peugeot

02 04 2010Alexander Wurz als "Botschafter" der Marke Peugeot

Podium Le Mans

Alexander Wurz ist heuer "Botschafter" der Marke Peugeot in Österreich und hat in dieser Funktion bereits mehrere Veranstaltungen besucht.

 

Da Alexander Wurz im heurigen Jahr "Botschafter" der Marke Peugeot in Österreich ist, wurde für das Peugeot Kundenmagazin (Ausgabe Mai/2010) ein Interview mit ihm durchgeführt.

Der Niederösterreicher Wurz (36), der mit seiner Frau und den drei Kindern heute in Monaco wohnt, lebt für den Rennsport. Mit nur zwölf Jahren wurde er 1986 BMX-Weltmeister, danach machte er Station in anderen Disziplinen: Kartfahren, Formel Ford 1600, Formel 3, Formel 1 und natürlich die 24 Stunden von Le Mans mit den Triumphen 1996 und 2009.

Wurz hat als "Peugeot-Botschafter" bereits mehrere Veranstaltungen besucht. Er war unter anderem bei der Vienna Autoshow, wo er eine Autogrammstunde gegeben und am Tag zuvor gemeinsam mit dem Generaldirektor von Peugeot Österreich, Laurent Pernet, eine Pressekonferenz abgehalten hat. Außerdem hat er im Dezember 2009 bei Magna mit dem brandneuen Peugeot RCZ, der am 23. April Markteinführung in Österreich feierte, bereits vorab einige Testfahrten absolviert. Zuletzt war er Gast bei der Übergabe der ersten in Österreich ausgelieferten Peugeot RCZ.
 

Wurz 1 Wurz 2

 

 

Peugeot: Herr Wurz, Sie haben 2009 die 24 Stunden von Le Mans mit Peugeot gewonnen. Soll 2010 beim 78. Rennen Ihr dritter Sieg folgen? Sie stehen ja in der Nennliste für das Rennen bereits so schön auf Position 1.

Alexander Wurz: Nur der Sieg zählt in LeMans für mich. Ja, es ist sicher schön, das Rennen zu beenden oder am Podest zu stehen, aber in Wirklichkeit zählt nur der Sieg. Aber in dieser Saison die Nummer 1 zu tragen ist natürlich auch sehr lässig.

Sie setzen auch in diesem Jahr wieder auf Peugeot. Warum gerade diese Marke?

Ich habe die erste Version des Peugeot 908 gesehen, als ich noch in der Formel 1 gefahren bin. Ich war sofort verliebt in den 908er und wollte das Auto natürlich auch fahren. Ich liebe Sportwagen von Kindheit an. Sie haben etwas Heroisches an sich, sind breit, flach und sauschnell. Ja, die sind auch ein bisserl gefährlicher als Wagen in der Formel 1, aber der Mix ist es einfach, der mich immer magisch anzieht. Und so habe ich einmal bei Peugeot angerufen und mich vorgestellt. Nachdem mein Abenteuer Formel 1 in der Rolle als Fahrer abgeschlossen war, bin ich dann bei Peugeot untergekommen -– und dort fühle ich mich wirklich extrem wohl.

Und warum ist der Mensch Alexander Wurz gerade in Le Mans ein Siegertyp?

Das frage ich mich selbst eigentlich gar nicht. Ich denke nicht nach, ich agiere einfach aus dem Bauch heraus und folge dem Grundziel. Und das ist: Das Rennen zu gewinnen. Am Weg löst man dann die Probleme und Aufgaben, wie sie sich gerade stellen, gibt dabei aber immer Vollgas. Zusätzlich sitze ich in Le Mans in einem Peugeot, und der ist einfach ein Siegerauto. Ohne Topautos kann man im Motorsport nicht gewinnen.

Sie sind ja als „Botschafter“ Peugeots in Österreich unterwegs und haben in dieser Rolle natürlich auch den neuen RCZ bei Magna testgefahren. Welche Rennqualitäten kann der relativ junge Peugeot RCZ im Alltag auf ganz normalen Straßen einsetzen? Welches Feeling gibt der Wagen dem Normalverbraucher?

Der RCZ ist eines der ersten Autos, das ganz ähnlich wie ein Rennauto entwickelt wurde. Es gab also keinen Prototypen und langwierige Entwicklungen. Nein, das Auto wurde virtuell entworfen, und dann ging es direkt in die Serienentwicklung. Das spart natürlich Zeit und Geld und es bringt die neuesten Erkenntnisse dem Endkunden einfach viel schneller näher. Diese Entwicklungszeit beim RCZ wird in Zukunft ganz sicher der Maßstab sein in der Automobilindustrie, davon bin ich überzeugt. Das Feeling in dem Auto ist super, er liegt sehr sportlich auf der Straße und ist echt cool. Ein absolutes Topgerät, das weit über seine Klasse hinaus für die Konkurrenz neue Maßstäbe setzt.

Privat fahren Sie unter anderem einen Peugeot Expert Tepee. Was gefällt Ihnen an dem Fahrzeug? Für welchen Fahrertyp ist er am besten geeignet?

Der Tepee ist einfach cool. Er fährt sich super, die Sitzposition ist super und es ist genug Platz drinnen. Ich habe drei Kinder, alles Buben, also transportieren wir oft Räder und alle möglichen anderen Dinge. Im Tepee ist Platz überhaupt kein Thema, den hat man einfach. Aber auch ohne Familie würde ich einen Tepee fahren.

Eine Reihe Ihrer Hobbies beschäftigt sich mit dem Extremen: Kitesurfen, Klettern, Canyoning, etc. Suchen Sie die Herausforderung? Was finden Sie in diesen einzelnen Sportarten?

Meine Sportarten haben gar nichts damit zu tun, dass ich das Extreme suche. Im Gegenteil, bei diesen Sportarten wird alles auf das Wesentliche reduziert, und gerade das ist eine sehr entspannende Angelegenheit. Zusätzlich ist es ein toller Ausgleich und bringt somit auch Kraft. Auf keinen Fall aber suche ich das Risiko.

Ein Bekannter hat sich gefreut, dass er einmal Niki Lauda in Wien auf der Straße überholt hat. Was für ein Fahrertyp sind Sie privat? Was bedeutet für Sie Autofahren im Alltag?

Oh, sie können auch mich gerne überholen auf der Straße. Ich fahre nicht schnell und schon gar nicht aggressiv auf der Straße. Natürlich kommen mit Automobilen Emotionen ins Spiel. Aber grundsätzlich verlange ich von allen meinen Autos, dass sie mich sicher ans Ziel bringen, also das tun, wofür sie konstruiert sind und dabei wenig Sprit verbrauchen.

Wie steht Ihre Familie zu Ihrer Renntätigkeit?

Meine Kinder kennen ja nichts anderes, und Julia, meine Frau, auch nicht. Also stellt sich die Frage gar nicht, es ist einfach so, dass Papa Rennen fährt.

Zuletzt noch ein Blick in die weitere Zukunft: In welchen Rennserien werden wir Alexander Wurz in den nächsten Jahren sehen? Planen Sie eine Fortsetzung ihrer erfolgreichen Karriere in Le Mans?

Ich werde mit Peugeot in Le Mans antreten, das ist jetzt unser Hauptziel in den nächsten Jahren. Heuer werden wir zusätzlich einige Rennen nebenbei fahren, und hoffentlich werden wir 2011 in einer neuen Sportwagen-Weltmeisterschaft mehrere Rennen fahren, und zwar in der ganzen Welt.

Lieber Alexander Wurz: Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

 

(Quelle: BLUEMAG - mein neues PEUGEOT magazin, Ausgabe Mai/2010, CPG The Corporate Publishing Group Gmbh)

 

Das weitere Peugeot Langstreckenprogramm 2010


10.–12. September 1.000 km Silverstone (GB), Le Mans Series
12.–14. November Shanghai (VRC), Intercontinental Le Mans Cup


 

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